Holger Fischer

20.06.2021 |

Bereits die Webseite von Matthias Mandler hat mich sehr angesprochen. Eine geführte Wander- und Fotowoche in einer weitgehend unberührten Alpenregion in den Valli die Lanzo hatte meine Neugierde geweckt. Nicht nur als Unternehmer war es mir wichtig, nach fast 1,5 Jahren Corona etwas für meinen Geist und Körper zu tun. Und so ließ ich mich als Einzelreisender auf dieses einwöchige Abenteuer einer exklusiven Führung durch Matthias ein. Zwar hatte ich aus meinem Netzwerk schon viel positives über meinen Gastgeber gehört, aber was ich in dieser Woche fernab von Massentourismus erleben durfte, übertraf meine Erwartungen in allen Bereichen. Das begann gleich bei der Ankunft mit der Unterkunft im malerischen Ort Bonzo, wo mich die Inhaberin Silvia Losero in ihrem liebevoll restaurierten Herrenhaus B&B Cà d‘ambra herzlich empfing und es in der gesamten Woche an nichts fehlte. Das Frühstück mit regionalen Produkten war köstlich und ausreichend, das Zimmer urig und groß mit modernem Bad und begehbarer Dusche ausgestattet.

Die täglichen Touren mit Matthias waren abwechslungsreich und auf mein Niveau ausgerichtet, so dass neben der Aktivität viel Zeit blieb, um nicht nur die grandiose Flora und Bergwelt der piemontesischen Alpen zu fotografieren, sondern auch mehr über Land und Leute in den drei Lanzotälern zu erfahren. Dabei gab mir Matthias mit seinem breiten Wissen und den persönlichen Kontakten zu den Einheimischen unvergessliche Einblicke, die man sonst wahrscheinlich nie erhalten würde. Ich denke da nur an den Besuch bei der Bäuerin Polly und ihrem Neffen Simone im Bergdorf Frè.

Die Wanderungen waren vielseitig und jedes Tal hat seinen eigenen besonderen Charme mit malerischen Bergdörfern, Lost Places und Almen. Auch wenn das Wetter mal nicht ganz mitspielte, so war Matthias jederzeit in der Lage, die Tour kurzfristig anzupassen.

Wenn man eine Woche gemeinsam unterwegs ist, stellt Vertrauen eine ganz wichtige Basis da. Und das hatte ich bei meinem Gastgeber zu 100 Prozent. Zudem kommt man sich nach einer Woche dabei auch menschlich näher! Und dies war eine weitere Bereicherung für mich, denn Matthias hat nicht nur ein großes Herz, er ist auch authentisch geblieben und sein Angebot passt einfach zu ihm wie die Faust aufs Auge. Ein weiteres Highlight bleibt ebenfalls positiv in Erinnerung: Der gemeinsame gemütliche Ausklang eines erlebnisreichen Tages im Ristorante Cesarin im wenige Gehminuten entfernten Dorf Breno. Bei einem Rotwein und italienischen Spezialitäten konnte man die jeweiligen Touren und Ausflüge nochmals Revue passieren lassen.

Der Kopf ist frei, der persönliche Horizont erweitert, die körperliche Fitness im Lot und die Ausbeute an Motiven grandios. Für dieses einmalige Erlebnis in den Lanzotälern sage ich vielen lieben Dank. Wir sehen uns sicherlich wieder!